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Abmahnung Medical Art Service durch K & E Rechtsanwälte | Urheberrechtsverletzung an medizinischer Illustration

Mit Schreiben vom 10.06.2016 mahnt die Firma Medical Art Service, Inhaberin Frau Isabel Christensen, vertreten durch die Münchener Kanzlei K & E Rechtsanwälte wegen der nicht genehmigten Nutzung einer medizinisch-wissenschaftlichen Illustration (Bild) auf einer gewerblich genutzten Internetseite ab.

Hintergrund der Abmahnung Medical Art Service

In der Nutzung der beanstandeten Illustration/Zeichnung sieht die Gegenseite eine Verletzung des der Urheberin allein zustehenden Rechts zur öffentlichen Zugänglichmachung im Sinne des § 19a Urheberrechtsgesetz (UrhG). Die Firma Medical Art Service berechnet nach eigenen Angaben für eine vergleichbare Nutzung der streitgegenständlichen Zeichnung eine Jahres-/Mindestlizenz von 465 € netto, so dass bei einer einjährigen Nutzungsdauer im Wege der Lizenzanalogie ein Schadensersatzanspruch von mindestens 465 € besteht. Ferner würden durch die Nichtnennung der Urheberin weitere Rechte aus dem Urheberpersönlichkeitsrecht gem. § 13 Satz 2 UrhG verletzt, weshalb ein 100%-iger Aufschlag auf das übliche Nutzungshonorar zu zahlen sei, so dass sich ein Schadensersatzanspruch von mindestens 930 € ergebe.

Abmahnung Medical Art Service – was wird gefordert?

Gefordert wird durch die Kanzlei K & E Rechtsanwälte neben der sofortigen Unterlassung die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie Auskunft über den Umfang der Nutzung zur Berechnung etwaiger Schadensersatzforderungen. Schließlich werden für die Abmahnung Anwaltskosten nach einem Gegenstandswert von 15.000 € und einer 1,5 Geschäftsgebühr sowie Auslagenpauschale, mithin 995,00 € netto gefordert, so dass sich mit dem Lizenzschadensersatz eine Gesamtforderung von 1.925 € ergibt.

Abmahnung Medical Art Service – was können Sie tun?

Auf die Abmahnung der K & E Rechtsanwälte sollten Sie unbedingt fristgerecht reagieren. Es empfiehlt sich allerdings nicht, ohne vorhergehende fachliche Überprüfung der Abmahnung durch einen Rechtsanwalt den verlangten Schadensersatzbetrag zu zahlen und/oder die von der Kanzlei vorgegebene Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abzugeben. Derartige Erklärungen können sehr langfristige und möglicherweise nicht berechtigte Bindungen oder Verpflichtungen für Sie auslösen.

Möglicherweise gibt es aber in Ihrem Fall alternative Verhaltensmöglichkeiten, um die Forderung abzuwenden oder zu reduzieren.


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